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 PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung)

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syriana

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BeitragThema: PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung)   Mo Nov 19, 2007 7:07 pm

PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung)

Was ist eine PTBS

Ein psychisches Trauma ist das Leid der Ohnmächtigen. Das Trauma entsteht in dem Augenblick, wo das Opfer von einer überwältigenden Macht hilflos gemacht wird. Ist diese Macht eine Naturgewalt, sprechen wir von einer Katastrophe. Üben andere Menschen diese Macht aus, sprechen wir von Gewalttaten. Traumatische Ereignisse schalten das soziale Netz aus, das dem Menschen das Gefühl von Kontrolle, Zugehörigkeit und einen Sinn gibt.

(Judith Hermann, Die Narben der Gewalt, München 1993, S. 54)

Wie entsteht eine PTBS

Eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entsteht als eine verzögerte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde.

Typische Merkmale sind das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängende Erinnerungen (FLASHBACKS), oder in Träumen. Gleichzeitig kann ein Gefühl von betäubt sein, Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit bestehen, mit Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerung an das Trauma wachrufen können.

Gewöhnlich tritt Überregbarkeit als Zeichen einer anhaltenden Stress-und Alarmreaktion auf. Dazu gehören Schlafstörungen, Überwachsamkeit, Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen. Neben dem inneren Wiedererleben der traumatischen Situation, dem Vermeidungsverhalten und der anhaltenden Übererregung kommt es häufig zu Symptomen wie Ängsten, Depressionen, Schmerzen, Zwängen, Essstörungen oder Suchtverhalten.

Der Mißbrauch von Alkohol, Drogen oder Medikamenten ist eine Möglichkeit, sich vor überwältigenden Gefühlen wie Angst, Ohnmacht und Hilflosigkeit zu schützen. Alle genannten Symptome können sich zu eigenständigen Störungen entwickeln, die zu weiteren Einschränkungen führen und den Leidensdruck noch mehr vergrößern.

Symptome einer PTBS

Charakteristisch für die PTBS sind Alpträume, Schlafstörungen sowie das immer wiederkehrende unwillkürliche Nacherleben der bedrohlichen (oder als bedrohlich erlebten) traumatisierenden Situation in so genannten Flashbacks, auch Intrusionen genannt. Diese Flashbacks sind typischerweise sehr deutlich, ähnlich einer filmischen Aufzeichnung, sie können von Gerüchen, Geräuschen und Emotionen begleitet sein. Da auch Amnesien typisch für PTBS sind, fehlen häufig Teile dieses „Films“. Die plötzlich hereinbrechenden Erinnerungssequenzen können jedoch auch eine andere Form annehmen – die auslösende Situation, als ein klares Bild tritt hierbei nicht oder nicht voll ins Bewusstsein, wohl aber die damit verbundenen Emotionen und Körperreaktionen: Als Reaktion auf bestimmte persönliche Auslöser („Trigger) treten plötzlich starke Gefühle von Angst, Panik, Zittern, Bewusstlosigkeit oder andere Schockreaktionen auf.

Syriana
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